Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf die Arbeitswelt – und Psyche

Wir stehen mitten in einem der tiefgreifendsten Umbrüche der Arbeitswelt seit der industriellen Revolution – nur geschieht dieser Wandel ungleich schneller. Künstliche Intelligenz revolutioniert nicht nur Geschäftsmodelle, sondern verändert auch Entscheidungsprozesse, Arbeitsweisen und ganze Berufsbilder. Viele von uns spüren den wachsenden Druck, mit der rasanten Entwicklung Schritt zu halten und sinnvolle Strategien für den Umgang mit KI zu entwickeln. Mit rasanter Geschwindigkeit greift künstliche Intelligenz in unsere Neurobiologie, unsere sozialen Strukturen und unsere Art zu lernen und zu entscheiden ein. Was einst Werkzeuge waren, sind heute Systeme, die beginnen, uns zu prägen.

In den vergangenen Monaten hat die künstliche Intelligenz (KI) ein noch nie dagewesenes Tempo erreicht, wobei große Sprachmodelle wie die Generative Pre-trained Transformer (GPTs wie z.B. ChatGPT) eine bedeutende Rolle spielen. Klar scheint zu sein, dass KI nicht nur ganze Branchen wie z.B. Gesundheitswesen, Bildung, Medien, Kundenservice und Logistik verändert, sondern auch grundlegend unsere Arbeitswelt. Allein in Deutschland gibt es derzeit über 300 Startups, die sich auf Produkte und Dienstleistungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) spezialisiert haben. Einige dieser Startups wie z.B. Midjourney, Dall-E und Stable Diffusion haben KI-gesteuerte Programme entwickelt, die sogenannte “Deepfakes” erzeugen können. Diese Bilder ähneln realen Fotos so stark, dass sie schwer zu unterscheiden sind. Allerdings birgt dies auch viele Gefahren. Die italienische Regierung hat die Verwendung von KI verboten, die eine höhere Intelligenzleistung als GPT-4 aufweist. Führende Persönlichkeiten der Technologiebranche wie z.B. Elon Musk sowie das Future of Life Institute haben in einem offenen Brief einen Entwicklungsstopp für KI gefordert.

Die sogenannte vierte industrielle Revolution, die künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Robotik, Nanotechnologie, 3D-Druck sowie Genetik und Biotechnologie umfasst, wird in den nächsten fünf Jahren nicht nur Geschäftsmodelle, sondern auch die Arbeitsmärkte auf breiter Ebene fundamental verändern. Dies geht aus dem neuen Bericht The Future of Jobs hervor, der vom Weltwirtschaftsforum veröffentlicht wurde.

Während einige Menschen diese Veränderungen als positive Entwicklung sehen, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Folgen. Denn über die psychologischen Auswirkungen der KI und wie sie sich auf unsere psychische Gesundheit auswirken ist bisher viel zu wenig bekannt.

Künstliche Intelligenz Studien

Studien zur Künstlichen Intelligenz KIZahlreiche Studien zeigen, dass KI und Automatisierung die Arbeitswelt dramatisch verändern werden. Der McKinsey Global Institute Report “Jobs lost, jobs gained: What the future of work will mean for jobs, skills, and wages” von 2017 prognostiziert, dass bis 2030 rund 375 Millionen Arbeitsplätze aufgrund von Automatisierung und KI-Technologien verschwinden werden, während gleichzeitig neue Arbeitsplätze in den Bereichen KI, Robotik und Digitalisierung entstehen.

Der Bericht “The Future of Work: How Automation Will Impact Jobs” von Forrester Research Report aus dem Jahr 2019 sagt voraus, dass bis 2027 etwa 24,7 Millionen Arbeitsplätze in den USA aufgrund von Automatisierung verloren gehen werden, während gleichzeitig rund 14,9 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen werden.

Die bekannte Oxford University Studie “The Future of Employment: How Susceptible are Jobs to Computerisation?” von 2013 ist zwar schon einige Jahre alt, wird aber immer wieder zitiert. In dieser Studie untersuchte die Oxford University die Wahrscheinlichkeit, dass verschiedene Berufe in den nächsten 20 Jahren automatisiert werden. Die Autoren prognostizieren, dass etwa 47 Prozent der Arbeitsplätze in den USA in Gefahr sind, automatisiert zu werden.

19 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen in Deutschland haben 2026 laut Bitkom bereits Stellen aufgrund von künstlicher Intelligenz abgebaut.

KI und die Arbeitswelt

In der extremsten Variante sagen Analysten voraus, dass KI die Beschäftigungslandschaft dauerhaft verändern wird. Natürlich entstehen durch diese Veränderungen auch neue Jobs und Berufsfelder, jedoch erfordert dies Anpassungsfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und stetiges Lernen.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie hebt hervor, dass LLMs dabei sind, die Arbeitswelt zu revolutionieren und mindestens 80 Prozent der US-Arbeitnehmer*innen in mindestens 10 Prozent ihrer Aufgaben betreffen. Zusammen mit spezialisierter Software und spezieller Tools haben LLMs das Potenzial, 47 bis 56 Prozent aller Aufgaben von US-Arbeitern zu beschleunigen, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Frühere Untersuchungen zeigen, dass Maschinen bis zu 30 Prozent der arbeitsbezogenen Aufgaben übernehmen könnten und der Einsatz von ChatGPT ist mit einer Steigerung der Produktivität um 39 Prozent bei Wissensarbeit verbunden. Eine McKinsey-Studie zeigt vier wesentliche Grundlagen der Arbeitsplatzautomatisierung.

Microsoft Studie: Die 40 am stärksten KI-gefährdeten Berufe

Microsoft Research hat 2025 eine Studie veröffentlicht, die 40 Berufe mit der höchsten “KI-Anwendbarkeit” identifiziert – also Tätigkeiten, deren Aufgaben stark mit dem übereinstimmen, was heutige KI bereits gut unterstützen oder teilweise übernehmen kann. Das ist keine Aussage, dass diese Jobs “wegfallen”, sondern ein Hinweis auf besonderes Automatisierungs-/Assistenzpotenzial.

  1. Dolmetscher:innen & Übersetzer:innen

  2. Historiker:innen

  3. Passagierbetreuer:innen

  4. Vertriebsmitarbeiter:innen (Dienstleistungen)

  5. Schriftsteller:innen & Autor:innen

  6. Kundenservice-Mitarbeiter:innen

  7. CNC-Werkzeugprogrammierer:innen

  8. Telefonist:innen (Vermittlung)

  9. Fahrkartenverkäufer:innen & Reisebüroangestellte

  10. Rundfunk-Sprecher:innen & Radio-DJs

  11. Brokerage-Sachbearbeiter:innen (Wertpapierabwicklung)

  12. Dozent:innen/Berater:innen für Agrar- & Haushaltsmanagement

  13. Telemarketer:innen

  14. Concierges

  15. Politikwissenschaftler:innen

  16. Nachrichtenanalyst:innen, Reporter:innen, Journalist:innen

  17. Mathematiker:innen

  18. Technische Redakteur:innen

  19. Korrektor:innen/Copy-Marker

  20. Hosts/Hostessen (Empfang)

  21. Redakteur:innen (Editors)

  22. Wirtschaftslehrkräfte (Hochschule)

  23. PR-Spezialist:innen

  24. Produktvorführer:innen & Promoter:innen

  25. Anzeigenverkäufer:innen (Werbung)

  26. Sachbearbeiter:innen für Kontoeröffnungen (Bank)

  27. Statistische Assistent:innen

  28. Schalter- & Mietschalter-Sachbearbeiter:innen

  29. Datenwissenschaftler:innen (Data Scientists)

  30. Persönliche Finanzberater:innen

  31. Archivar:innen

  32. Lehrkräfte für Volkswirtschaftslehre (Hochschule)

  33. Webentwickler:innen

  34. Managementanalyst:innen/Unternehmensberater:innen

  35. Geograf:innen

  36. Models

  37. Marktforschungsanalyst:innen

  38. Leitstellen-Disponent:innen (öffentliche Sicherheit)

  39. Telefonzentralist:innen (Switchboard Operators)

  40. Lehrkräfte für Bibliothekswissenschaft (Hochschule)

Erfolgsbuch

Artificial Intelligence (AI) und die Auswirkungen

Studien über KI und die Folgen auf die ArbeitsweltKI verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend. Bei einem Vortrag an der Northwestern University sprach sich der KI-Experte Kai-Fu Lee für die KI-Technologie und ihre bevorstehenden Auswirkungen aus, wies aber auch auf ihre Risiken und Grenzen hin:

“Die untersten 90 Prozent, insbesondere die untersten 50 Prozent der Welt in Bezug auf Einkommen oder Bildung, werden durch die Verdrängung von Arbeitsplätzen schwer getroffen werden … Die einfache Frage, die man sich stellen muss, lautet: ‘Wie routinemäßig ist ein Job?’ Und das ist die Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Job durch KI ersetzt wird, denn KI kann innerhalb einer Routineaufgabe lernen, sich selbst zu optimieren. Und je quantitativer und objektiver die Arbeit ist – Dinge in Behälter sortieren, Geschirr spülen, Obst pflücken und Anrufe beim Kundendienst beantworten -, desto mehr handelt es sich um geskriptete Aufgaben, die sich wiederholen und Routinecharakter haben. In fünf, 10 oder 15 Jahren werden sie von der KI verdrängt werden”.

Die Firma Gartner definiert 6 Wege, wie sich die Arbeitswelt in den nächsten 10 Jahren verändern wird

1: Das mittlere Management wird andere Aufgaben haben.

2: Höhere Qualifikation und digitales Geschick werden wichtiger sein als Betriebszugehörigkeit und Erfahrung.

3: Die Sammlung von Mitarbeiterdaten wird zunehmen.

4: Intelligente Maschinen werden unsere Kollegen sein.

5: Wir werden für einen bestimmten Zweck und aus Leidenschaft arbeiten, nicht nur für Geld.

6: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus der Ferne wird Herausforderungen mit sich bringen.

Der bekannte Philosoph und Publizist Richard David Precht sieht in Zukunft vor allem Berufe in spezialisierter und anspruchsvoller Hochtechnologie, unterhaltende Berufe wie z.B. Moderatoren, Handwerk und vor allem sogenannte Empathie-Berufe wie z.B. Kita-Mitarbeiter*innen, Mediziner, Pflegepersonal, Life Coaches oder Psycholog*innen als relevant.

Mehrdimensionale Intelligenz als Antwort auf das KI-Zeitalter

Die Zukunft gehört nicht nur der künstlichen Intelligenz, sondern auch den Formen menschlicher Intelligenz, die keine Maschine simulieren kann:

Intuitive Intelligenz – unser inneres Gespür, das jenseits von Algorithmen wirkt.

Emotionale Intelligenz – die Fähigkeit, inmitten von Unsicherheit, Komplexität und Widersprüchen präsent und handlungsfähig zu bleiben.

Spirituelle Intelligenz – die Verbindung zu etwas Größerem als uns selbst, das Orientierung und Sinn gibt.

Soziale Intelligenz – unser Mitgefühl, unsere Resonanzfähigkeit, unsere Fähigkeit zur echten Verbindung.

Diese Qualitäten sind kein Luxus, sondern Schlüsselkompetenzen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Sie ermöglichen es uns, authentisch zu führen, menschenzentriert zu arbeiten – und dabei nicht nur funktional, sondern erfüllend zu leben.

Vom Prozess zum Produkt – ein stiller Kulturbruch

Während der Mensch sich oft über den Weg definiert – das Denken, das kreative Ringen, die Freude am Tun –, ist die Logik großer Sprachmodelle wie ChatGPT rein ergebnisorientiert. Was zählt, ist das Resultat: schnell, effizient, stilsicher. Doch diese Verschiebung verändert unsere Vorstellung von Arbeit und auch von Selbstwert. Wenn nicht mehr der Prozess Sinn stiftet, sondern nur das Produkt, entsteht ein subtiler Druck zur Perfektion, zur Vergleichbarkeit, zur Messbarkeit. Was macht das mit einem Menschen, für den Schreiben einst Ausdruck war, nicht Output? Was geschieht, wenn Motivation, Flow und intrinsisches Engagement weniger zählen als das fertige Resultat? Was geschieht, wenn Motivation, Flow und intrinsisches Engagement weniger zählen als das fertige Resultat?

PERMA-Modell

Dr. Martin Seligman, ein renommierter Psychologe und Pionier der Positiven Psychologie, definierte in seinem PERMA-Modell fünf Elemente die dazu beitragen können, ein erfülltes und glückliches Leben zu führen:

  • Positive Emotionen – z.B. Freude, Begeisterung und Dankbarkeit.
  • Engagement – leidenschaftliches Eintauchen in eine Aktivität, die uns erfüllt.
  • Beziehungen (Relationships) – Bedeutsamkeit von Beziehungen und sozialen Kontakten für unser Wohlbefinden.
  • Bedeutung (Meaning) – höherer Zweck, Sinn, uns dem Zuwenden, das größer ist als wir selbst.
  • Leistung (Achievement) – das Erreichen von Zielen und das Erleben von Erfolgserlebnissen.

Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf die Psyche

Das zeigt, wie stark beispielsweise soziale Interaktionen, Erfolge und Leistungen mit unserem psychischen Wohlbefinden verwoben sind. Im Unterschied zum hedonistischen Wohlbefinden, welches sich auf das Streben nach Vergnügen und das Vermeiden von Schmerz konzentriert, liegt der Fokus beim eudämonischen Wohlbefinden auf der Selbstverwirklichung, der persönlichen Entwicklung und der Pflege positiver Beziehungen zu anderen.

Arbeit hat dabei einen intrinsischen Wert und ihre Abschaffung kann zu einem Verlust an positiven Erfahrungen führen. Eine Sorge, die im Zusammenhang mit der fortschreitenden Automatisierung von Arbeitsplätzen aufkommt, ist die Möglichkeit einer zunehmenden Unzufriedenheit. Diese kann entweder aufgrund einer verstärkten Überwachung der Aufgaben, Überforderung, wachsendem Druck oder einer steigenden Arbeitslosigkeit in bestimmten Sektoren auftreten.

Zunehmende Arbeitsplatzunsicherheit und Ängste

Eine der wichtigsten Auswirkungen der KI auf unsere Psyche ist die Arbeitsplatzunsicherheit. KI hat das Potenzial, menschliche Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen zu ersetzen, was zu einer verstärkten Angst vor Arbeitsplatzverlust und finanzieller Instabilität führt. Laut einer Studie des Pew Research Center sind 72 Prozent der Amerikaner*innen besorgt über eine Zukunft, in der Roboter und Computer viele der derzeit von Menschen ausgeführten Tätigkeiten übernehmen können. Diese Angst kann zu einem erhöhten Stressniveau, geringerer Arbeitszufriedenheit und geringerem Selbstwertgefühl führen.

Höherer Arbeitsdruck

Darüber hinaus kann die Verwendung von KI auch zu einem erhöhten Arbeitsdruck führen. Wenn KI-basierte Systeme eingesetzt werden, um bestimmte Aufgaben schneller und effizienter zu erledigen, kann dies dazu führen, dass Arbeitnehmer ein höheres Arbeitspensum bewältigen müssen. Wenn diese Arbeitsbelastung nicht bewältigt werden kann, könnte dies zu einer Überlastung, Stress und Burnout führen.

Zusätzlich kann die Verwendung von KI auch zu einem Verlust der Kontrolle über die Arbeit führen. Wenn menschliche Arbeitskräfte durch KI-basierte Systeme ersetzt werden, können die Entscheidungen darüber, wie die Arbeit erledigt wird, von Maschinen getroffen werden, was zu einem Gefühl des Verlusts der Autonomie und Kontrolle führen kann. Zudem wird der eigenen Beitrag zum Produktivergebnis immer weniger erkenn- und fühlbar. Dies kann wiederum zu Angst und Stress führen.

Geringere menschliche Bindung

Eine weitere psychologische Auswirkung der künstlichen Intelligenz ist die geringere menschliche Bindung. Menschliche Kontakte sind für unsere psychische Gesundheit von entscheidender Bedeutung und ein Mangel an ihnen kann zu Gefühlen der Einsamkeit, Depression und Angst führen. Wenn KI-basierte Systeme eingesetzt werden, um menschliche Arbeitskräfte zu ersetzen, können Arbeitnehmer sich isoliert und entfremdet fühlen. KI-gesteuerte Geräte wie Smartphones und virtuelle Assistenten werden in unserem täglichen Leben immer häufiger eingesetzt, was dazu führt, dass wir immer weniger von Angesicht zu Angesicht miteinander sprechen. Darüber hinaus können KI-gestützte Algorithmen in den sozialen Medien Echokammern und Filterblasen erzeugen, was dazu führt, dass wir weniger mit unterschiedlichen Perspektiven konfrontiert werden und die Polarisierung zunimmt.

Ethische Bedenken und moralisches Unbehagen

KI wirft auch erhebliche ethische Bedenken auf, wie z. B. Befangenheit, Datenschutz und Verantwortlichkeit. Diese Bedenken können zu moralischem Stress führen, der als emotionale Reaktion darauf definiert wird, dass man nicht in der Lage ist, in einer Weise zu handeln, die den eigenen ethischen Überzeugungen entspricht. Es hat sich gezeigt, dass KI-gestützte Technologien wie Gesichtserkennung und vorausschauende Polizeiarbeit rassistische und geschlechtsspezifische Vorurteile aufrechterhalten, was zu Gefühlen von Ärger, Frustration und moralischen Konflikten führt. Der Mangel an Transparenz und Verantwortlichkeit bei KI-Entscheidungen kann auch zu einem Gefühl der Machtlosigkeit und Desillusionierung führen.

Mentale Gesundheit

KI hat zwar das Potenzial, negative psychologische Auswirkungen zu verursachen, sie kann aber auch positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben. KI-gestützte Technologien für die mentale Gesundheit, wie z. B. Chatbots, Virtual Reality und andere virtuelle Therapien, können den Zugang zu psychosozialen Diensten verbessern, die Stigmatisierung verringern und personalisierte Behandlungsmöglichkeiten bieten. Darüber hinaus können KI-gestützte Tools, wie z. B. Software zur Erkennung von Emotionen, dabei helfen, frühe Anzeichen für psychische Probleme zu erkennen und eine frühzeitige Intervention zu ermöglichen.

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die sich mit den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die mentale Gesundheit beschäftigen und sich dabei teilweise widersprechen. Hier sind einige wichtige Studien und Erkenntnisse:

Eine Studie von 2018 ergab, dass die zunehmende Verbreitung von KI in Arbeitsumgebungen dazu beitragen kann, Stress und Burnout bei Arbeitnehmern zu verringern. Insbesondere kann KI dazu beitragen, monotone und repetitive Aufgaben zu automatisieren und den Arbeitsdruck zu verringern.

Eine weitere Studie von 2018 zeigte jedoch, dass der Einsatz von KI auch zu einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit von Arbeitnehmern führen kann, wenn dieser Einsatz nicht angemessen verwaltet wird. Insbesondere kann die Unsicherheit bezüglich der Arbeitsplatzsicherheit, wenn Arbeitsaufgaben durch KI automatisiert werden, zu Angstzuständen und Unsicherheit bei Arbeitnehmern führen.

Eine Studie von 2020 untersuchte die Auswirkungen von Chatbots auf die mentale Gesundheit von Nutzern. Die Ergebnisse zeigten, dass Chatbots dazu beitragen können, den Zugang zu psychischer Gesundheitsversorgung zu erleichtern und eine unterstützende Ressource für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu sein.

Eine weitere Studie von 2020 untersuchte die Auswirkungen von KI-Systemen auf die Wahrnehmung und Erfahrung von Einsamkeit bei älteren Erwachsenen. Die Ergebnisse zeigten, dass KI-Systeme, die soziale Interaktionen simulieren, dazu beitragen können, das Gefühl der Einsamkeit zu verringern und das Wohlbefinden älterer Erwachsener zu verbessern.

Auch wenn hier viele Fragen noch offen und unbeantwortet sind, werden wir einen gewinnenden Weg im Umgang mit den zahlreichen Veränderungen finden und finden müssen. Für mich als Coach steht hier nicht nur die Bedeutung von veränderten Führungs- und Arbeitsstrukturen im Vordergrund, sondern auch sie Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit jedes einzelnen.